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Kirchendecke 3: Vierung Turm

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Kirchendecke 5: Schiff

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Zelt, Schiff und Wohung.
Kirchenbauten der Nachkriegsmoderne 1950-1980
(Kerstin Wittmann-Englert u.a.)


Architektur ist Ausdruck ihrer Zeit. Das Lebensgefühl der Menschen ab 1950 ist die Wanderschaft, die Orientierungslosigkeit, das Unbehaustsein in der Welt. Man fühlte einen Substanz- und Traditionsverlust. Kirchen sollten Zuflucht in einer unbehausten und ungewissen Zeit für die Menschen auf Wanderschaft sein.
In der Zeit von 1950 bis 1980 herrschten mehrere Bilder, Modelle und Raumideen im Kirchenbau um diesem Gefühl zu begegnen. Diese Bilder sollten Assoziationen, Befindlichkeiten und Stimmungen bei den Menschen wecken.

1. Zelt und Schiff
Im Hintergrund ist theologisch der Gedanke des wandernden Gottesvolkes. Das Zelt ist im Alten Testament die Wohnstätte der Menschen. Die Stiftshütte war ein Zeltheiligtum. Offenbarund 21,3 spricht vom Zelt (Wohnung) Gottes bei den Menschen. Gott ist folglich nicht nur jenseitig, transzendent und unerreichbar, er ist auch mitten in der Welt zu finden und er ist dort zuhause, wo Menschen zuhause sind. Ein Zelt bietet Schutz, aber er ist kein Raum für die Ewigkeit. Das Zelt, das Schiff und die Höhle geben Schutz im Leben, das eine Wanderung, eine Reise ist. Die Kirche ist zudem eine pilgernde Kirche in der Welt. Sie pilgert und sie ist gesandt in die Welt, sie ist auf Mission. hängende Dächer und Schalen. Das Zelt und das Schiff sind memorabile Architekturbilder. Das Zweite Vatikanische Konzil 1962-1965 hat die Vorstellung von der „Kirche als dem Volk Gottes unterwegs in Geschichte und Zeit“ ausgestaltet. Dies zeigte sich dann im katholischen Kirchenbau. Die Vorläufigkeit endet mit der Parusie und dem vollendeten Reich Gottes.
Es gab mahr Zelte als Schiffe im Kirchenbau.

Die Einteilung der Zeltkirchen:
a. (First)Zelte über rechteckigem Grundriss
- Nur-Dach-Konstruktionen mit bodenlangen Dachtafeln
- Konstruktionen mit umlaufendem Wandstreifen
b. Zelte über polygonalem Grundriss
c. Pyramidenzelt
d. Spitzzelt
e. Faltdachkonstruktion
f. hängende Dächer und Bauten mit hyperbolischen Paraboloidschalen

2. Haus: das (offene) (Gemeinde)Haus für andere
Im Hintergrund stehen theologisch Gedanken von Bonhoeffer. Zudem ist dies in der Theologie die Zeit der Entmythologisierung. Auch hier spielt die Mission eine Rolle. Die Kirche ist zu den Kirchendistanzierten gesandt, daher braucht sie ein Haus, das an eine Wohnung erinnert, die man gerne betritt und in der man gerne wohnt. Die Kirche braucht multifunktionale Kirchenräume. Daher enstehen Gemeindezentren, Kirchen in profanierter Gestalt für die profanen Menschen. Gemeindezentren sind ein Zeugnis der Entsakralisierung. Wohnhausgleiche Gemeindezentren als Kirchetypus in der säkulaisierten Zeit. Das Gemeindezentrum, ein gestaltprophanierter Mehrzweckraum. Es geht bei den Gemeindezentren um die kirchliche Präsenz in einer säkularen Welt. Einen Einfluß hat die 68er Bewegung und ihr Kampf gegen die Zeichenhaftigkeit.
Mit dem Gemeindezentrum (seit 1955) wird das Sakrale in Frage gestellt.
In den 1960er und 70er Jahren entstehen Gemeindezentren statt Kirchengebäuden.
Das heißt: Kirchliches Handeln ist mehr als der Sonntagsgottesdienst.
Kirche für andere. Kirche hat soziale Verantwortung und eine gesellschaftsdiakonische Verantwortung.
Es werden Foyers gebaut, um die Schwellenangst zu nehmen.
Es gibt keine Türme mehr.

3. Königskrone
Die Kathedrale in Liverpool hat die Form der Königskrone Christi.

Große Glasflächen, Fensterwände, Lichtwände
Durch den Beton als Baumaterial waren große Glasflächen möglich.
Es gab Kirchen mit offener Glaswand.
Es gab Fensterschlitze.
Es gab kleine und große Lichtöffnungen.

Es gab Altarwände aus Glas.
Hier wird die Natur optisch mit in den Kirchenraum einbezogen
Der Besucher blickt auf einen Wald oder einen See (oder auf die Stadt).
So wird die Welt einbezogen.
Die Fensterflächen schaffen eine indirekte Beleuchtung (das war bereits eine Idee des Barock).

Die Dachkonstruktionen werden kompliziert(er)
Gefaltet
Geknickt
Zerklüftet
Geschweift
Hängend
Schalendach

Sitzplätze
Können amphitheatralisch angeordnet sein.

Erneuerung der kirchlichen Kunst ab 1952:
1952 gab es erstmals gegenstandsfreie Glasfenster (Les Bréseux)
Damit kam die moderne und abstrakte Gegenwartskunst in die Kirche.
Das war neu. Bisher gab es nur Kunst mit christlichen Themen in der Kirche, die Anschauungsmaterial christlicher Inhalte in der Kirche war.

Grundrisse und Raumlösungen:
Beispiele:
Fünfeckige parabolische Grundriss.
Kubisch mit umlaufendem Fensterband
In der Zeit von 1950 bis 1980 gibt es im Kirchenbau eine Vielfalt von Grundrisskonzeptionen und Raumlösungen. Dies ist ein Ausdruck der Aufbruchsituation und der Experimentierfreude.
Der Zentralraum betont den Gedanken der Versammlung.
Die gerichtete Wegkirche betont bildlich und räumlich die Bewegung der Gemeinde.
Es gab eine Vielfalt der Formen, manchmal auch einen Willkür der Formen.

Materialikonographie: Beton u.a.
Von 1950-1980 spielte auch die Materialikonographie spielt eine Rolle.
Es wird gebaut in Stahlbeton, Stahl, Stein und Glas.

Mit Beton entsteht plastische Architektur, keine Betonbunker.

Ronchamp 1950-1955:
Le Corbusier war ein Wegbereiter der Moderne.
Die Kirche war eine freie poetische Form.
Sie hatte antifunktionelle Elemente, eine räumliche Unübersichtlichkeit und Irrationalität.
Mauern und Dach sind Betonschalen.
Dicke, geschmeidig geformte Bauteile.
Die Materialstruktur ist unverkleidet.
Der Sichtbeton hat eine plastisch-körperliche Wirkung.
Expressionistisches Bauen.


Nachkriegszeit bis 1950er Jahre
Zu Beginn der 50er Jahre hält der evangelische Kirchenbau am Langhaus fest, der katholische griff verstärkt den Zentralraum auf.
1951: Das Rummelsberger Programm des Evangelischen Kirchenbautages forderte:
- einen gerichteten Raum
- mit erhöhtem Altarbereich
- mit dem Altar im Zentrum
- und der Kanzel zur Seite
- Altar und die übrigen Prinzipialstücke dürfen nicht aus nicht-natürlichen Materialien (z.B. Beton, Eternit, Sperrholz) sein.
- die Taufe bekommt einen festen Standort (Taufstein), d.h. Aufwertung der Taufe.
Die Forderungen waren etwas nach rückwärts gewandt.


» Niederdieten, Evangelische Kirche 1949.


» Dernbach, Evangelische Kirche 1950/1951.

» Wismar, Neue Kirche evangelisch 1950-51. Die letzte der Notkirchen von Otto Bartning.

» Schwäbisch-Hall - Hessental, Matthäuskirche evangelisch 1950.



» Edenbridge, St. Lawrence Die katholische Kirche wurde 1951 erbaut und ende der 1960er Jahre für die neue Liturgie umgestaltet.

» Mornshausen (bei Gladenbach), Evangelische Kirche 1951/1952. » Chor .

» Münster, St. Antonius katholisch. Bau der ersten Kirche 1914-1917. Zerstörung 1943/1944. Wiederaufbau 1949-1952 durch Donimikus Böhm mit einem einheitlichen und übersichtlichen Raum. Wegen des besonderen architektonischen Wiederaufbaus durch Böhm steht die Kirche unter Denkmalschutz.

» Somplar, Evangelische Kirche 1952. » Decke Schiff .

» Wetzlar-Niedergirmes, St. Walburgis katholisch. 1952/1953. Architekt Reinhard Hofbauer. Umgestaltung und Renovierung 1979/1980. Hochchor mit Taufbecken. Taufbecken und Altar in einer Linie.

» Echternach, Basilika St Willibrord (Basilique St-Willibroard) katholisch. 1953 im romanisierenden Stil. Dies ist die fünfte Kirche an dieser Stelle seit der ersten merowingischen Kirche Willibrords (seit 698). Die Krypta stammt aus karolingischer Zeit (um 800). » Krypta .


» Bischoffen, Wichernhaus evangelisch. 1954 erbaut. 2011 leicht umgestaltet.

» Schwäbisch Hall, Johannes-Brenz-Kirche evangelisch 1954.




» Koblenz, Christuskirche evangelisch. 1901-1904 von Johannes Vollmer erbaut. 1944 stark zerstört. 1951-1954 durch Heinrich Otto Voge in den Formen der 50er Jahre wieder aufgebaut und umgestaltet: sparsam und schlicht. Innenrestaurierung bis 1990, dabei neue Farbfassung.

» Asslar, Christ-König katholisch. 1953/1954. Architekt Hans Busch aus Frankfurt. Mosaikkreuz über dem Altar und Buntglasfenster von Josef Jost aus Hattersheim.

» Frankfurt, Katharinenkirche evangelisch. Nachgotische Saalkirche, 1678-1681 erbaut, Stadtbaumeister M. Heßler. 1944 wurde die barocke Ausstattung mit der zweigeschossigen Holzempore durch Brand zerstört. 1954 Wiederaufbau mit modernem Holzrippengewölbe. » Decke Chor .



1955

» Frankfurt, Lutherkirche evangelisch. Einweihung der heutigen Kirche 1955. Die erste Lutherkirche von 1893 war im Krieg zerstört worden. Glasfenster von Georg Meistermann. 2002-2004 Umbau zum Gemeindezentrum an und mit der Kirche, dabei kleinere Veränderungen an der Kirche. » Bild 2 .

» München, Herz-Jesu. Klosterkirche der Niederbronner Schwestern katholisch. 1953-1955. Architekten: Alexander Freiherr von Branca, Herbert Groethuysen. Dreischiffige Hallenkirche. Skelettbau in Beton. Die Decke im Mittelschiff ist in Beton gegossen. Eine der ersten modernen Kirchen in München, die erste völlig in Stahlbeton. Zu beiden Seiten des Altars ist der zur Gemeinde hin geschlossene Chorraum der Schwestern. » Decke Schiff - » Decke Chor .

» München, St. Laurentius katholisch. (Nürnberger Straße) 1955. Architekt: Emil Steffann und Siegfried Östreicher. Diese Kirche hat im modernen deutschen Sakralbau eine Schlüsselstellung. Zehn Jahre vor dem 2. Vaticanum nimmt es durch die räumliche Konzeption die Liturgiereform vorweg. Leicht erhöhte Altarinsel. Die Bänke sind in drei Blöcken auf die Altarinsel hin ausgerichtet. Der Raum ist schmucklos, er strahlt Ruhe und Geborgenheit aus. Die Kirche entstand aus der katholischen Jugendbewegung und liturgischen Bewegung der 1920er Jahre heraus. Wegbereiter war Romano Guardini. Beim Gottesdienst wurde die um den Altar versammelte Gemeinde aktiv in die Messfeier eingebunden. Die Messe und die Messgesänge waren auf deutsch. Dies war Heinrich Kahlefeld zu verdanken, der in engem Kontakt zu Guardini stand. Rudolf Schwarz machte Kahlefeld auf Steffann aufmerksam. Nach langen Gesprächen zwischen Kahlefeld und Steffann entstanden die ersten Pläne für die Kirche. » Bild 2 von vorne - » Bild 3 von links - » Bild 4 von rechts
- » Altarinsel 1 - » Altarinsel 2 - » Decke Chor - » Taufkapelle 1 - » Taufkapelle 2 .

» Wetzlar, Gnadenkirche 1955.

» Wuppertal, Gemarker Kirche
1955.

» Obereisenhausen, Evangelische Kirche Die heutige Kirche wurde 1955 errichtet. Bleiglasfenster von Helmut Lander (1956). Der Turm ist ein romanischer Chorturm. Ersterwähnung des Ortes 1103.

» Glashütten, Evangelische Kirche 1955.

» Stuttgart, Domkirche St. Eberhard katholisch. 1955. Die erste Kirche von 1811 wurde 1944 zerstört.

» Gladenbach, Maria Königin katholisch 1955.

» Runkel, Mariä Heimsuchung katholisch. 1955.

» München, Matthäuskirche evangelisch. 1955. Architekt: Gustav Gsaenger. Baustelle 2009.

» Camber, Camber Church anglikanisch. Umbau bzw. Erneuerung 1955-56, gegründet 1905.

» Lich, St. Paulus katholisch. 1955-56.

» Ibiza Eivissa, esglesia de santa creu katholisch 1948/1955.



» Bonn, Auferstehungskirche auf dem Venusberg evangelisch. 1957. Architekt Denis Boniver. Zentralbau Kreis. Das Konzept knüpft an Otto Bartning an. Hochchor mit fünf Stufen. Taufstein in einer Nische. » Decke 1 - » Decke 2 .

» Würzburg St. Johannis evangelisch. 1957. Architekt: Reinhard Riemerschmid (1914−1996). Einschiffiger Saalbau. Erste Kirche an dieser Stelle 1945 zerstört. » Bild Taufbereich .



» Münster, Matthäuskirche 1958.

» Bicken, Heilig-Geist-Kirche katholisch. 1956-57. Architekt Hans Busch aus Frankfurt. Das Bild im Chor zeigt die Herabkunft des Heiligen Geistes

» Baltrum, St. Nikolaus katholisch. 1956-1957. Architekt: Heinrich Feldwisch-Drentrup aus Osnabrück. Die Kirche ist ungewöhnlich. Der eigentliche Kirchraum ist rund und dient als Winterkirche. Sie hat seitlich zwei große Türen. Ein nur teilweise überdachtes Kreissegment mit Grünfläche kommt im Sommer hinzu. Die Türen der Winterkirche werden geöffnet und alle sehen den Altar. » Decke - » außen .


» Berlin, St. Ansgar
katholisch. 1957. Architekt Willy Kreuer.

» Berlin, Kaiser-Friedrich-Gedächtnis-Kirche 1956-1957.

» Dillenburg, Herz-Jesu-Pfarrkirche katholisch. 1957.

» Hartenrod, St. Johannes Nepomuk katholisch. 1958.

» Braunfels, St.-Anna-Kirche römisch-katholisch. 1958-59. Architekten Hans Schädel und Fritz Ebert aus Würzburg. Das Fenster ist von Prof. Georg Meistermann. » Bild 2 - » Decke Chor .


» Wetzlar, Kreuzkirche evangelisch. 1957-1959.

» Breidenstein (bei Biedenkopf) evangelisch. 1959.

» Baltrum, Neue Evangelische Kirche 1929-1930. 1959 Anbau von Querschiff und neuem Altarraum.


» Braunfels, St.-Anna-Kirche römisch-katholisch. 1958-59. Architekten Hans Schädel und Fritz Ebert aus Würzburg. Das Fenster ist von Prof. Georg Meistermann. » Bild 2 - » Decke Chor .


» Worms, Dreifaltigkeitskirche evangelisch. 1725/1959: Die Kirche wurde als Barockbau 1725 errichtet und 1945 zerstört. Der Innenraum wurde 1959 neu erbaut und gestaltet. 15 künstlerisch gestaltete Fenster.

» Marburg, St. Peter und Paul katholisch. 1957-1959. Große Christusplastik an der Westwand. Links eine Lichtfaltwand. » Bild 2 - » Decke Chor .

» Koblenz, Citykirche-Jesuitenkirche katholisch. Die heutige Kirche wurde 1958/1959 von Gottfried Böhm erbaut. Die Fenster wurden 1962 von Jakob Schwarzkopf geschaffen. 2006/2007 Umbau zur Citykirche. Erste Jesuitenkirche an dieser Stelle 1613-1617, 1944 zerstört. » Bild 2 .

» Wilburg, Heilig-Kreuz-Kirche katholisch. 1958-59. Basilikala Form. Architekt: Johann Broer aus Wiesbaden. Der Grundriß ist eine Parabel, die Rundung ist im Chor. Fensterband am Lichtgaden des Hauptschiffes. Der Chor ist eine fensterlose Apsis. Fenster von Johannes Beek. » Decke Chor .


1960er Jahre

» Ehringshausen, Maria Himmelfahrt katholisch. 1959/1960. Architekt H. Greiner.

» Kassel, Martinskirche evangelisch. Wiederaufbau 1954-60. Ursprüngliche Kirche um 1343 begonnen.

» Kassel, St. Elisabeth katholisch. 1959-60. Entwurf von A. Dietrich. Entlang der Langseiten des Schiffs verdeckte hohe Mauern nach außen hin. Durch die Fenster wirken die Gartenräume zwischen Kirche und Mauer wie Seitenschiffe. Mit Kunstwerken von Stephan Balkenhol.


» Weifenbach, Evangelische Kirche Die alte Kirche von 1711 wurde 1958-1960 in der heutigen Form umgebaut, erneuert und vergrößert.

» Engelbach, Evangelische Kirche 1960. Die heutige evangelische Kirche entstand aus der alten Schule – 1860 gebaut – und dem 1902 angebauten Schulsaal. Die alte Kirche wurde abgerissen, der alte Kanzelkorb von 1696 ist in der neue Kirche sichtbar.

» Köln, Reformationskirche Bayenthal evangelisch. 1905/1961. Die Kirche wurde 1905 neoromanisch erbaut (Architekt: Otto March aus Berlin). Im Krieg schwer zerstört, wurde sie von 1957-1961 neu erbaut (Architekt: Heinrich Otto Vogel aus Trier). Das Beton-Glasfenster stammt von Hans Keller (1961), es ist 15 Meter hoch. » Bild 2 - » Decke Chor .

» Holzhausen am Hünstein, Auferstehungskirche evangelisch 1959-1961.

» Langeoog, St. Nikolaus Kirche katholisch. 1961. » Bild 2 - » Bild 3 .

» Spiekeroog, Neue Evangelische Kirche 1961. Architekt Eschebach aus Emden. » Decke Chor .

» Berlin, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche 1961.

» Schwäbisch-Hall, Christus König katholisch. 1959-1961. Innenrenovation 2003. » Decke Chor .

» Gießen, Petruskirche evangelisch 1960-1962. Architekt Alfred Schild aus Frankfurt. Sein Bild für die Kirche war eine "feste Burg". » Bild 2 - » Bild Raum - » Decke .

» Konstanz-Allmannsdorf, St. Georg katholisch. 1962 wurde die bis dahin barocke Kirche erweitert. Der Chor wurde dabei von Osten nach Westen verlegt.


» Herzhausen, Evangelische Kirche 1959-1962. » Decke Chor .

Das 2. Vatikanische Konzil (1963) und der katholische Kirchenbau
Der Altar kommt zur Zelebration ins Zentrum, er wird vorgerückt.
Tabernakel und Konche bekommen einen eingenen Standort.
Das Tabernakel - nun zur Seite gerückt - wird zu einem eigenen, plastischen , meist stelenartigen Gebilde mit Aufbewahrungskammer.
Die Zelebration findet versus populi (mit dem Gesicht zur Gemeinde) statt.
Das stärkt den Gemeinschaftsgedanken.
Der katholische und evangelische Kirchenbau näherte sich an.


» München-Laim, Offenbarungskirche evangelisch Zeltform, 1961/1962.

» Wolfgruben, Ev. Gemeindehaus 1962.

» München (Insbrucker Ring), Rogatekirche evangelisch, Zeltform, 1963.

» Köln, St. Johann Baptist - Crux-Kirche katholisch. Heute Jugendpastorales Zentrum in Köln. Diese Kirche ist eine Besonderheit. 948 ist erstmals eine Kirche an dieser Stelle erwähnt. Aus der romanischen Kirche des 13. Jahrhunderts wurde im 16. Jahrhundert eine gotische Kirche. Zerstörung im Krieg, es standen nur noch die nördliche Seitenschiffwand und Teile des Mittelschiffs. 1960-63 Neubau der Kirche. Architekt: Karl Brand. Die neue Kirche umgibt die alte Kirche. Ein Haus m Haus. 2004 kippte der Turm durch den U-Bahn-Bau. Dann Renovierung der Kirche und Umbau zur Jugendkirche.

» Bielefeld, Altstädter Nikolaikirche evangelisch. Innenraum Wiederaufbau und Veränderung 1952-1963. Die Kirche wurde im 14. Jahrhundert als gotische (westfälische) Hallenkirche erbaut. 1944 Zerstörung. » Decke Chor - » Decke Vierung .


» Gönnern, Christuskirche evangelisch. 1962/1963. Architekt Martin Leipold.

» Weidenhausen, Evangelische Kirche 1960-1963. Architekt B. Himmelmann aus Marburg. Glasfenster von E. Keller aus Höhr-Grenzhausen.

» Oberasphe, Evangelische Kirche 1963, älteste Teile 17. Jahrhundert.

» Höchst, Kirche Christ-König kath. 1963. Grundriss Dreieck.


» Rigi Kaltbad, Evangelisch-Reformierte Bergkirche 1963. Architekt E. Gisel, Zürich.

» Limburg, St. Hildegard katholisch. 1963. Die Kirche gehört zu den wichtigen Werken von Architekt Walter Neuhäusser. Beeinflusst von der klassischen Moderne und vom Funktionalismus. Die Kirche gilt als Vorläufer der Alsterschwimmhalle in Hamburg. Das Schalendach ist in sich gekrümmt und hat eine große Spannbreite.

» Allendorf (Eder), Evangelische Kirche 1960-1963. Architekt: Berthold Himmelmann. 1959 wurde Allendorf eine Pfarrvikarsstelle in Abhängigkeit von Battenfeld, später wurde Allendorf selbständige Kirchengemeinde. » Bild 2 - » Decke Chor .

» Schwäbisch Hall, Auferstehungskirche evangelisch. Die Kirche des Diak. 1963. Architekt Bischoff. » Decke Chor .

» Krofdorf, St.-Dreifaltigkeit-Kirche katholisch. 1964. Die Kirche hat einen dreieckigen Grundriss als Zeichen der Trinität! » Raum . » Chor .

» Herborn, St. Petrus katholisch. 1960-1964. Architekt: H. Busch. » Decke Chor .


» Niederweidbach, Katholische Kirche Einweihung 1964, Profanation 2007.

» Katzenfurt, St. Anna katholisch 1964. » Bild 2 - » Decke Chor .

» Katzenfurt, Evangelische Kirche Kirche von 1964. Architekt Rohrbach. Turm 13. Jahrhundert mit Kreuzgratgewölbe und Bemalung Ende 14./Anfang 15. Jahrhundert. » Decke Turm .

» Nanzenbach, Evangelische Kirche 1963 erbaut, 1964 eingeweiht.


» Jever, Stadtkirche evangelisch 1964. 1959 brannte die vorherige Kirche ab. Architekt Prof. Dieter Oesterlen (Hannover/Braunschweig). In dem neuen Bauwerk verbindet sic Altes und Neues. Die Grundform der Kirche ist ein griechische Kreuz wie in der alten Stadtkirche. Baustoffe sind Beton und traditionelles Ziegelmauerwerk. Die gefaltete Dachkonstruktion korrespondiert in ihren Giebeln mit den Häusern, die den Kirchplatz umgeben.Im Eingangsbereich fanden die Portale der alten Stadtkirche Verwendung fanden. Das Innere der Kirche ist durch die zehn Glasbetonwände bestimmt, eine Arbeit des Malers und Radierers Helmut Lander (Darmstadt). Die Farbgebung bildet einen starken Kontrast zu den rötlich-braunen Ziegelwänden. Durch ihre Struktur lenken sie den Blick hin auf den sakralen Mittelpunkt der Kirche, auf den Altar und auf das Kreuz. Das vier Meter hohe Stahlkreuz vor der Stirnwand wurde von dem Berliner Kunstschmied Fritz Kühn gefertigt. Der barocke Taufstein links neben dem Altar gehört zu den Ausstattungsgegenständen, die aus der alten Stadtkirche erhalten blieben. » Bild 2 .


» Erdhausen, Evangelische Kirche 1964. Renovierungen 1986 und 2005. Seit der letzten Renovierung hängen Bilder von Renate Diehl. Sie heißen Glauben, Hoffnung und Liebe.

» Wetzlar, St. Bonifatius katholisch. 1960-64. Pläne von Rudolf Schwarz. Variation seines Entwurfs für St. Michael in Frankfurt. Längsovaler Baukörper, an den sich die konchenartigen Querarme geschwungener Nierenform durch kurvige Übergänge anschmiegen. Das Innere ist durch wenige, hoch eingesetzte quadratische Fenster in unverputzten Backsteinwänden belichtet.
» Decke Chor - » Raum .

1965

» Köln, St. Gertrud katholisch. 1962-65. Architekt: G. Böhm. Materialien des Innenraums: Beton, Backstein, Bronze.


» Mornshausen/Dautphetal, Thomaskirche evangelisch. Baubeginn 15. März 1963. Einweihung 2. Mai 1965. Architekt Friedrich Soeder. Fenster von Erhard Jakobus Klonk mit dem Fischzug.
» Bild 2 - » Decke Chor .

» Tunbridge Wells, St Augustine´s Church katholisch. 1966. » Bild 2 .


» Liverpool, Roman Catholic Cathedral of Christ the Kind
1962-1967.

» Marburg, Liebfrauenkirche (Unsere Liebe Frau von der Heimsuchung) katholisch. 1962-1965. Architekt Günther Maiwald. Innenausstattung von Paul Brandenburg. » Blick in den Turm
, der über dem Tafbecken ist.
» Chor .

» Wommelshausen, Evangelische Kirche 1963-1965. Ovaler Grundriss. Die Fenster wurden von Erhardt Jakobus Klonk, Marburg, entworfen.

» Willich-Neersen, Friedenskirche 1965.

» Friedensdorf, Christuskirche evangelisch 1965.

» Bremen, St. Michaelis evangelisch. 1966. Mit Leinwänden für einen Jugendgottesdienst. » Decke Chor .

» Hooksiel, Kirche St. Ansgar katholisch. 1966. Erweiterung 1982.


» Laubach, Heilig-Geist-Kirche katholisch. 1966-1967. » Bild 2
.

» Gießen, Andreaskirche evangelisch. 1967.

» Würzburg, St Kilian Dom katholisch. Heute: Kombination von romanischen, barocken und modernen Elementen. Die barocke Innenraumgestaltung von 1701/1704 durch P. Magno wurde beim Wiederaufbau nach 1945 aufgegeben. Älteste Kirche an dieser Stelle begonnen um 1040. 1945 zerstört. 1967 Weihe nach Niederaufbau. » Bild 2 - » Bild Decke Vierung .


» Oberlemp, Evangelische Kirche 1967/1855: Die Kirche wurde 1855 gebaut. 1967 wurde der Innenraum umgestaltet.

» Cochem, St Remaclus katholisch. 1964–1967. Architekt: Emil Stefann. „Nach dem Konzept des Kirchenbaumeisters Emil Steffann (1899–1968) sollte das Bauwerk als Brückenkopf und Kontrapunkt zur Burg am jenseitigen Ufer wahrgenommen werden. Die schlichte wie qualitätsvolle Ausführung setzt sich im Inneren fort. St. Remaclus steht für eine im modernen Kirchenbau beispielgebende Konzeption. Sie verkörpert vor allem Offenheit: Für die liturgischen Vollzüge nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, für die Versammlung der Gemeinde um den Altar. Der kreuzförmige Raum wird umfasst von weiß geschlämmtem Ziegelmauerwerk, durchbrochen von riesigen Rundfenstern. Mächtige Rundbögen weiten die drei Kreuzarme mit den Sitzreihen hin zur Altarinsel vor der tiefen Apsis.“ (Wikipedia)

» Autobahnkapelle Roxel Raststätte Münsterland Ost. 1968.

» Ehringshausen, Evangelisches Gemeindezentrum 1968.

» München, Kreuzkirche evangelisch (Hiltenspergerstraße 55). 1968. Architekt: Theodor Steinhauser. Halbrunder Raum, verklinkert. Beim 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 hingen als Kunstprojekt von Ladislav Zajak Diskokugeln in der Kirche.
» Bild 2 - » Decke Chor .

» Schwäbisch Hall-Steinbach, Markuskirche
evangelisch. 1968.

» Gnadenthal, Kapelle im Haus der Stille 1969.

» Sondern, Maria-Hilf-Kirche katholisch. 1969.

» Heppenheim, Kapelle beim Haus am Maiberg katholisch. 1969. » Bild 2 .

» Wittlich, Autobahnkirche St. Paul katholisch. 1969. Architekt: Peter van Stipelen. Der Grundriß ist nahezu quadratisch. Altarinsel. » Bild 2
.

» Helsinki, Temppeliaukion kirkko (Felsenkirche) 1969. In den Fels hinein gesprengt. Ein Rundbau in den Granit hinein, der Charakter des Felses blieb erhalten. Durchmesser der Kuppel 24 Meter. Das Licht fällt durch ein Lichtband um die Kuppel herein. Die Materialien sind Kupfer, Holz und Beton. Architekten: Timo und Tuoma Suomaleinen. » Bild 2 - » Decke Schiff . Zitat auus Stock, Architekturführer: "Seit 1906 war das Grundstück im Stadtteil Töölö für eine Kirche freigehalten worden. Nach zwei Wettbewerben in den dreißiger Jahren brachte erst ein dritter 1961 die Entscheidung. Ihn gewannen die Brüder Suomalainen mit einem Entwurf, dessen Dramatik im finnischen Kirchenbau eine Ausnahme darstellt."


» Bad Laasphe St. Petrus und Anna katholisch. 1968/1969. Architekt Aloys Sonntag aus Siegen. Bänke im Halbkreis. Hängekreuz aus Aluminium. » Bild 2 .

1970er Jahre

» Autobahnkapelle Dammer Berge ökumenisch. 1970.
» Bild 2 .


» Spiekeroog, St. Peter Kirche
katholisch. 1969/1970. Die Wände bestehen aus elf Holzfeldern und drei Lichtbändern. Farbe: das helle Braun des Holzes. Fenster: Lichtbänder. Bestuhlung: ca. 240 Klappstühle. Vorne eine Marienikone. Das Kreuz beim Altar dient auch als Tabernakel. Der Altar steht an der tiefsten Stelle des Raumes und über ihm erstreckt sich der höchste Punkt der Kirche. Architektenbüro Rau-Bunsmann-Scharf aus Hamnburg. Der Künstler von Lampe und Kreuz: Hermann Stehr aus Uetensen. Bei der Kirche handelt es sich um eine Filialkirche, daher fehlt ein Taufbecken als festes Ausstattungsstück, obwohl Taufen stattfinden können. Auch ein Beichtstuhl fehlt, auch nach katholischem Verständnis braucht es für eine Beichte keinen besonderen Ort.
» Bild 2 - » Decke 1 - » Decke 2 - » Blick zur Tür - » außen .


» Wetzlar-Dalheim, Evangelische Kirche (Gemeindezentrum) 1970.

» Rossbach, Evangelische Kirche
1971 eingeweiht.

» Kombach, Evangelische Kirche 1971. Architekt: Berthold Himmelmann.

» München, Lätarekirche (Quiddestraße) evangelisch. 1971.

» Frankfurt, Flughafenkapelle
1972, die erste deutsche Flughafenkapelle.

» Elnhausen, Evangelische Kirche Heutiges Aussehen 1955/1972: Heutige Kirche 1742-1746 erbaut. Umbau 1905. Renovierung 1955. Wandbild von Erhardt Jakobus Klonk 1972. Titel: Die Gemeinde auf dem Weg zu ihrer Mitte – das Paradies.



» München-Olympisches Dorf, Evangelische Olympiakirche 1970-1972. Seit den XX. Olympischen Spielen befinden sich oben in einem zweigeschossige Stahlbeton-Skelettbau eine evangelische und eine katholische Kirche. Vom gemeinsamen Foyer aus ist links die katholische und rechts die evangelische Kirche. Der Bau ist konstruiert in quadratischem Raster, Verwendung von Industriefertigteilen. Pläne von Christ und Karg.

» München-Olympisches Dorf, Katholische Kirche Frieden Christi 1970-1972. Seit den XX. Olympischen Spielen befinden sich oben in einem zweigeschossige Stahlbeton-Skelettbau eine evangelische und eine katholische Kirche. Vom gemeinsamen Foyer aus ist links die katholische und rechts die evangelische Kirche. Der Bau ist konstruiert in quadratischem Raster, Verwendung von Industriefertigteilen. Pläne von Christ und Karg.

» London, Thamesmead: St Paul´s Church Anglikanisch bzw. LEP. 1978. Bei der St. Pauls´s Church handelt es sich um ein Gemeinde- und Kirchenzentrum mit zwei Kirchenräumen. Es handelt sich um eine doppelte Local Ecumenical Partnership. Zum einen sind die Katholiken im Kirchenzentrum dabei. Zum anderen sind mehrere anglikanisch-protestantisch orientierte Pfarrerinnen und Pfarrer beteiligt, die in diesem Raum Gottesdienst feiern. » Bild 2 . Der Raum wird von zwei beeindruckenden modernen achteckigen Bildern geprägt: » Maria mit Jesus und » Abendmahl .

» London, Thamesmead: St Paul´s Church Katholisch. 1978.


» Heuchelheim, Neue Martinskirche 1972.

» Schillig St. Nicolai Kirche evangelisch. 1972.

» London, Uxbridge: Christ Church 1972. LEP = Local Ecumenical Partnership aus Methodisten und der Congregational Church (heute: United Reformed).


» Wuppertal Barmen, St. Antonius katholisch. 1973.

» Niederhörlen, Evangelische Kirche 1973.

» München, St. Jakobus (Quiddestraße) katholisch. 1974. Architekt: Eisele. Dies ist die Werktagskapelle, ein Rundbau. » Bild 2 .

1975

» Wetzlar, St. Markus Kirche katholisch. 1977.


» Frechenhausen, Evangelische Kirche Das Gebäude wurde 1848 als Schule mit Betsaal errichtet. Die Kirchengemeinde kaufte das Gebäude 1970 und richtete 1977 den Kirchraum ein.

» Baden-Baden, Autobahnkirche 1976-1978.

» Tonbridge, Christ Church
United Reformed Church. 1978.

» Kronberg-Schönberg, Gemeindezentrum Markus-Gemeinde Andachtsraum
evangelisch. 1978. Das Gebäude gehört zur Hälfte dem RPZ und der Markusgemeinde. An der Wand eine Kreuzigungsgruppe von Gotthelf Schlotter aus Bronze.
» Dachfenster .

» Limburg, Evangelische Kirche Heuter Raum Anfang der 1970er Jahre. In eine Kirche des Historismus von 1860 wurden zwei Ebenen eingezogen. Die oberste Ebene ist der heutige Kirchraum. Die ursprünglichen Kapitele prägen u.a. den Raum.