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Abgedruckt in: Miteinander. Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Niederweidbach, Nr. 44, Dezember 2005 bis Februar 2006, 20-22.


Endlich wird gebaut. Am 21. September 2005 begann die Renovierung der Pfarrscheune. Unsere Pfarrscheune stammt aus dem Jahr 1764, sie ist also 241 Jahre alt und 65 Jahre älter als das Pfarrhaus. Das gesamte Anwesen aus Pfarrhaus und Scheune steht unter Denkmalschutz.

Seit acht Jahren wird über die Renovierung, Sanierung bzw. den Ausbau der Pfarrscheune beraten. Die Überlegungen begannen kurz nach der Fertigstellung der Arbeiten an der Marienkirche (1995-1996) und gleichzeitig zu den Arbeiten an der Kirche in Oberweidbach (1996-1998) Arbeiten am Turmhelm, am Turmkreuz, am Hahn und an den Außenwänden umfaßten.

Bei der Pfarrscheune bestand Handlungsbedarf. In den Wänden waren Löcher, das Dach war alt, Balken waren verfault, Ziegel hingen lose und konnten runterfallen, es gab kein Strom und kein Licht in der Scheune, Wände waren feucht, es gab keine Regenrinne. Am 4. Dezember 1997 beschloss der Kirchenvorstand einstimmig, beim Bauausschuss der Kirchensynode einen Antrag auf Erteilung einer Vorplanungsgenehmigung wegen der Sanierung bzw. dem Ausbau der Pfarrscheune zu stellen. Am 24. September 1998 waren dann Schwesternhaus und Pfarrscheune gemeinsam im Blick: Der bauliche Zustand des Gemeindehauses und sein Raumangebot für die Gemeindearbeit war unzureichend. Daher überlegte der Kirchenvorstand, das Gemeindehaus zu sanieren und zu erweitern und/oder die Pfarrscheune entsprechend umzuwidmen und auszubauen. Zunächst wurde lange parallel über das Gemeindehaus und die Pfarrscheune gesprochen. Ende Mai 1999 wurde der Architekt mit der Vorplanung der Erweiterung des Gemeindehauses und mit einem Konzept für die Sanierung der Pfarrscheune einschließlich des Garagenausbaus beauftragt. Im August 1999 stellte der Architekt seine Vorentwürfe für beide Projekte vor. Es wurde erwogen, das Obergeschoss der Pfarrscheune für Räume des Dekanates herzurichten, für die Dekanatsverwaltung und die Dekanatsjugendreferentin. Dies hätte den Vorteil gehabt, dass die Dekanatsjugendreferentin in Niederweidbach die Jugendarbeit hätte übernehmen können. Bei einer ersten Kostenrechnung im Dezember 1999 wurde der gesamte Umbau der Pfarrscheune für 783.000 Mark (400.340 Euro) geplant. Ab dem Jahr 2000 ging es zunächst nur noch um den Umbau des Gemeindehauses, die Arbeiten an der Pfarrscheune wurden zurückgestellt. An den Plänen, die Pfarrscheune zum Gemeinde- und Dekanatsbüro auszubauen, wurde im April 2001 festgehalten. Gebaut wurde jedoch zunächst das Gemeindehaus von 2001 bis 2002 (Wiederindienstnahme am 13. Oktober 2002).

Gleichzeitig zu den Überlegungen über das Gemeindehaus und die Pfarrscheune gab es seit 1999 Überlegungen zur Restaurierung des Marienaltars, die von 2003 bis 2005 durchgeführt wurde. Gleichzeitig fand auch die Planung und Durchführung der Innenrenovierung der Kirche in Oberweidbach statt von 2001 bis Mai 2002. Spätestens ab März 2002 war absehbar, dass ein Dekanatsbüro in Niederweidbach wohl nicht errichtet werden würde. Daher wurde nun der Umbau der Pfarrscheune weniger umfangreich erwogen. Die Pläne sahen nun eine Restaurierung für rund 210.000 Euro vor. Im Rahmen der Dorferneuerung wurden Gelder zur Restaurierung beantragt. 100.000 Euro sollten von der Landeskirche kommen, 60.000 Euro aus dem Topf der Dorferneuerung und 50.000 Euro von der Kirchengemeinde.

Am 19. Oktober 2004 wurde der Kirchengemeinde mitgeteilt, dass sie wegen des Antrags bei der Dorferneuerung einen Ablehnungsbescheid bekommen werde. Da ein Baubeginn vor Zustellung des Ablehnungsbescheides den Verfall von Gelden bedeutet, wurde auf die Zustellung des angekündigten Ablehnungsbescheides gewartet. Im März 2005 kam der Ablehnungsbescheid. Die Kirchengemeinde beschloss nun, die Scheune für 150.000 Euro zu restaurieren, mit den Mitteln der Landeskirche und der Kirchengemeinde. Der Maßnahmenkatalog wurde redziert. Am 5. Juli 2005 wurde der Bauantrag unterschrieben. Der Baubeginn war am 21. September 2005. Bei der Restaurierung geht es darum, den Bestand zu erhalten. Das Dach wird erneuert, es wird teilweise eine Decke eingezogen, es entstehen neue Räume, der Boden wird teilweise gepflastert.

Frank Rudolph